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Pressmitteilung

   

Presse - Krebstherapie mit mentalen Mitteln unterstützen

Selbstheilungskräfte mobilisieren: Neuartiges Training gibt es kostenlos im Internet

Hildesheim. Gedanken können erstaunliche Wirkungen entfalten. Nicht von ungefähr heißt es im Volksmund, dass der Glaube sogar Berge versetzt. Selbst in der Schulmedizin setzt sich diese Erkenntnis durch: Positive Gedanken, angenehme Bilder und hoffnungsvolle Vorstellungen können die Selbstheilungskräfte des Menschen nachhaltig mobilisieren und die Heilung selbst von lebensbedrohlichen Krankheiten wirkungsvoll unterstützen. Diese erstaunlichen Fähigkeiten werden neuerlich immer häufiger selbst bei der Behandlung bösartiger Tumore angewendet.

Die beiden Wissenschaftler Prof. Dr. Gerhart Unterberger und Dr. Klaus Witt haben an der HAWK, der Hochschule für Wissenschaft und Kunst, in Hildesheim ein „Psychologisches Krebstherapie-Begleitsystem" entwickelt, das in diesem Bereich völlig neuartig ist. Dieses auf NLPt (Neuro-linguistischer Psychotherapie) basierende mediengestützte System dient der psyschologische Begleitung von Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungstherapie. Denn es fördert bei den Betroffenen die Tiefenentspannung, verringert Nebenwirkungen und stärkt die Selbstheilungskräfte. Das Programm fördert unmittelbar die Gelassenheit und unterstützt das seelische Befinden. All diese Eigenschaften haben sich als besonders positiv bei der Behandlung von Krebskranken erwiesen.

„Es gibt offenbar eine direkte Verbindung zwischen unseren Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen und körperlichen Prozessen", sagt Dr. Klaus Witt. „Dennoch bleiben vielfach nachhaltige Impulse und mentale Fähigkeiten ungenutzt. Nur wenigen Betroffenen ist leider nach der niederschmetternden Diagnose ‚Krebs' eine begleitende psychologische Betreuung zugänglich. Viele werden auch während der zum Teil nerven- und kräftezehrenden Behandlungen alleine gelassen, obwohl sie eine positive Begleitung und Unterstützung dringend bräuchten."

Das psychologische Begleitsystem von Prof. Dr. Gerhart Unterberger und Dr. Klaus Witt ist das erste mediengestützte Programm zur mentalen Aktivierung während der Krebsthrapie. Es ist gerade erst als ein völlig neurartiges Hörprogramm mit fünf einzelnen Trainingseinheiten vorgelegt worden. Es kann beim Institut für Therapie und Beratung in Hildesheim als fertige Hör-CD bestellt und ab Februar 2007 erworben werden. Die einzelnen Programme erklären sich von selbst.

Da die Autoren möchten, dass das Programm möglichst vielen Betroffenen zugänglich wird, ist es jetzt zum kostenlosen Download ins Internet gestellt worden. Unter http://www.krebstherapie-media.de/ können die entsprechenden Dateien und Hör-Files heruntergeladen und über den Computer oder einen sog. MP3-Player abgehört und unmittelbar eingesetzt werden. Auf der genannten Homepage findet man zudem weitere Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Einsatzbereichen und Anwendungen.

Das neuartige Hörprogramm ist inzwischen in seiner Wirksamkeit wissenschaftlich überprüft worden. Es wurde in einem vom Bundesland Niedersachsen geförderten Forschungsprojekt an elf Kliniken exklusiv eingesetzt und seine Wirkungen wissenschaftlich ausgewertet. Die Tests haben den positiven Einfluss der Programme auf die Patienten nachgewiesen. Ein Ergebnis dieser Studie bestätigt zudem: 80 Prozent der Studienteilnehmer empfanden das Therapiebegleitsystem es als hilfreich.

Das Therapiebegleitsystem wurde auf der Grundlage der Neuro-Linguistischen Psychotherapie (NLPt) entwickelt. Es wirkt direkt auf die Psyche ein und mobilisiert damit die Selbstheilungskräfte. Die einzelnen Tondokumente beschäftigen sich mit verschiedenen Indikationen wie beispielsweise der Vorbereitung einer Operation oder der Förderung von Heilungsprozessen nach einer Chemotherapie-Behandlung. Jeder Patient kann selbstständig diese Programme hören und auf sich wirken lassen.

„Unserer Meinung nach ist das Programm ein wichtiger Beitrag für die Psychoonkologie, der jedem Erkrankten zugänglich sein sollte", erklärt Dr. Klaus Witt, einer der Initiatoren des Therapiesysstem. „Wir werden die Wirksamkeit und die Potenziale weiter erforschen, denn wir möchten das Programm kontinuierlich weiter entwickeln."

Die Initiative zur kostenlosen Veröffentlichung des Psychologischen Begleit-Programms entstammt der „Fachgruppe Krebstherapie" am Institut für Therapie  und Beratung an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen e. V.. Um seine Arbeit weiter fortsetzen zu können, ist der gemeinnützige Verein auf öffentliche Zuwendungen und vor allem auf Spenden angewiesen. Wer die wichtige Arbeit unterstützen will, der sollte dies mit seinen Spenden tun. Die dafür erforderlichen Informationen können direkt via Internet angefragt werden. Dort können auch komplikationslos die heilungsunterstützenden Entspannungsreisen heruntergeladen und unmittelbar Überweisungen zugunsten der wichtigen Arbeit des Vereins vorgenommen werden.

Dr. Jörg Bockow
15. Dezember 2006

         
         
 
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